Über sexuelle Belästigung aus poetologischer Sicht

Dienstag, 14. November 2017 20:25 | Autor:

Tut Ihr auch weiter Männer morden,
Euer Leben wird saurer und grauer,
denn, wo der Penis lustlos geworden,
dort trägt auch die Muschi Trauer.

Ihr brecht keinen Zacken aus der Krone,
macht es Euch nur selbst zu schwer:
Praktisch geht nun mal es nicht ohne
Führerschein im Sexualverkehr.

Hohler Ehrgeiz lässt Euch so raffen,
Identität heißt Euer tiefer Graben,
doch wir wurden so von Gott erschaffen,
um uns aneinander zu laben.

Wie will man lebend dominieren,
wenn der Orgasmus ist brühwarm?
Falschheit zeigt ihre Schlieren:
Wie man sich bettet, so lügt man.

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Donnerstag, 9. November 2017 18:14 | Autor:

„Ick könnte ja jetze zum 9. November einfach den Witz mit die Volksbildung erzählen, aber da wir jrade von die Realität einjeholt währn, verkneife ick mir datt mal.“

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Von der Tierwelt aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 1. November 2017 13:29 | Autor:

Heiliger Fladen! philosophierte das Rind.
Die Zukunft hat zwar längst begonnen,
doch da wir eutern etwas blöde sind,
hat sie uns nicht mitgenommen!

So ein Schwachsinn! sinnierte das Schwein,
Gegenwart ist zeitlich nicht zu fassen!
Doch wenn unser Mist auch noch so klein,
muss man deswegen Schnitzel hassen?

Was für eine Zukunft! schnaubte das Pferd.
Und die Vergangenheit als Live-Stream-Pop?
Womit man letztlich am besten fährt,
das ist nun mal der Galopp!

Der Esel genervt vor Weisheit stöhnt:
Ach was! Ihr seid dumm, dumm, dumm!
Wenn die zeitliche Last nicht tragen könnt,
bleibt auch als Philosophen stumm!

Heureka! puttete das blinde Huhn.
Wenn so vergänglich ist die Gegenwart,
dann kann nichts man für die Zukunft tun!
Nicht logisch, aber eierhart…

Na, ja… regt sich das Warzenschwein.
Das Stinktier und ich, wir sahen uns nie,
doch Beratungsfirma gründen zum Schein
für die Schönheitsindustrie.

..

Man könnt sich verlieren in dieser Geschicht,
allein die Moral fehlt hier nur:
Rede niemals ernsthaft mit Tieren nicht,
die da haben kein Abitur!

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Dienstag, 31. Oktober 2017 21:05 | Autor:

„Hier stehe ich und kann nicht anders!“ – Dieser inneren Logik folgend handelt es sich also offenbar um nichts anderes, als nach dem aufrechten Gang um den zweiten, großen Unfall der menschlichen Evolution. Selbst die Bezeichnung ‚menschliches Bewusstsein‘ wirkt, als wolle sie sich selbst an den Pranger stellen, ihrem Charakter nach selbstreferentiell. 

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Parasomnia aus poetologischer Sicht

Montag, 30. Oktober 2017 22:58 | Autor:

Hart schlägt meinen zarten Geist der Haken,
als ich mich grad in süßen Träumen sühle:
So nicht, ihr Kissen, Decken und Laken!
Ich habe schließlich auch Gewühle…

Sollte ich es nicht sein, der chillt?
Statt dessen tat Stoff die Kontrolle verlieren,
und ward komplett zu einer Rolle verdrillt:
Wollt ihr mich imitieren?

„Auch Einbildung löscht den Wissensdurst.“,
sprachen die Herren mit dem engweißen Jäckchen.
„Der menschliche Körper ist keine Wurst,
sondern ein willenstarkes Psychopäckchen!“

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Montag, 30. Oktober 2017 2:05 | Autor:

 

jamaica-sondierung

Die Jamaika-Koalitionäre haben zwar das große Glück, sich an Halloween nicht schminken zu müssen, aber eine überzeugende Drogenpolitik ist so natürlich auch kaum möglich. Ab und zu kommt die Chefin zu einem „reinigenden Gewitter“ vorbei, dies entspricht etwa der Größe von drei Fußballfeldern oder dem Gewicht von zweieinhalb Elefanten. 

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Montag, 16. Oktober 2017 18:54 | Autor:

Mit Erstaunen las ich in der Presse vom Auftreten Harvey Weinsteins in den USA. Der Bericht über sein Verhalten fordert meine Distanzierung.

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Die Klage der Nation aus poetologischer Sicht

Sonntag, 15. Oktober 2017 13:48 | Autor:

Wer kann solch Elend noch vertonen?
Dem Männchen wird es kalt und heiß,
das Weibchen verfällt in Depressionen,
weil Mutti keine Antwort weiß!

Was soll sie denn auch sagen?
Ich hab’s vermasselt, darum
mehr Alternativlosigkeit wagen?
Oder sollte sich fragen: Warum?

Warum nur spältet sie dies schöne Land,
so dass es fällt ins Koma?
Jungen sind schon außer Rand und Band:
Wohin mit Oma?

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Vom Anspruch aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 4. Oktober 2017 9:53 | Autor:

Warum hat es der Intellekt so schwer?
Genau dies frägte ich gelegentlich,
wie, wenn ich denn ein Vöglein wär:
Niemand piept Dich so wie ich?

Da wir mit Sehnsucht unterm Kiel
solch Wollen können nicht verhehlen,
Zufriedenheit als großes Ziel:
Doch woher nehmen, wenn nicht quälen?

Lügen sie denn wissentlich,
Dickherrscher und Tatoren?
Oder regieren die geflissentlich
vor mit Eifer roten Ohren?

Hält Last des Generationenbandes?
Junge Menschen haben’s schwer an der Latte,
doch die Zuckbrunft dieses unseren Landes
steht nun mal nicht zur Debatte!

Zur Trivialität neigt da sich Waage,
der glücklose Nebel zur Brache verhunzt,
und am Ende von Allett stellt sich die Frage:
Was ist Dunst?

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Von Zeitenwenden aus poetologischer Sicht

Montag, 25. September 2017 15:04 | Autor:

Wahlen unter ernannten Kaisern,
schwer tut das Ergebnis wiegen,
doch der Dichter war eisern
und hat einfach geschwiegen!

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