Nicht-Hilfreiches aus poetologischer Sicht

Sonntag, 14. April 2019 20:57 | Autor:

Wer wir sein könnten, stets bereit,
das schrieb uns Robert Wortemaler:
Sprache schafft die Wirklichkeit!
(Nicht ganz, Vögeln ist realer …)

Die Poetik des demokratischen Sprechens,
auch und gerade in Politik,
ist Ausdruck libidonösen Erbrechens,
sie stört nur beim geldgeilen Fick.

Da hilft nun mal keine Ästhetik,
die unser Klima-Bienchen rockt,
Öko-Gewinne nur steigen stetig,
die Bürger werden abgezockt.

Der Populismus ist Demokratie
des Volkes, ein Souverän,
doch das versteh’n Grüne nie,
weil’s alle als Dorftrottel seh’n.

Da wendet sich das beschrieben Blatt,
statt Geschwafel gibt es Klarheit:
Wer zuviel Angst vor sich selber hat,
erschafft sich objektive Wahrheit.

Zu schwach ist dies norddeutsche Licht,
nur blassgelb der Intellekt eitert:
Ein wahrer Schriftsteller schreibt so was nicht,
sei denn, er ist schon gescheitert.

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Samstag, 13. April 2019 8:59 | Autor:

Menschen, die stolz darauf sind, schwarze Löcher zu fotografieren, haben entweder ein optisches, ein religiöses oder ein sexuelles Problem, vermutlich alles zusammen.

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Vom Klimapunk aus poetologischer Sicht

Dienstag, 2. April 2019 8:08 | Autor:

Hallo Frühling, Du blöde Sau!
Erst bist Du hell, dann schreist im Dunkeln,
heiß, bitterkalt, danach lau,
selbst die Hormone muss man schunkeln!

Wie Du schon aussiehst mit Deine Wolken:
Das Hoch Gerlinde, ein Tief heißt Kurt,
zu recht wirst Du von allen gescholten,
als Jahreszeit bist eine Missgeburt!

Wie sagte das Greta doch so schön?
Ich will, dass Ihr wütend werdet!
Kann man noch hoffen, dass ein glutheißer Föhn
den ganzen Schwachsinn erdet?

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Samstag, 16. März 2019 14:52 | Autor:

Harry Potter von Bellevue und Pipi Langstrumpf aus dem Hauptquartier lobten ausdrücklich das letzte Aufgebot der blutjungen Kackhelfer im Kampf gegen die schreckliche Gegenwart und für den Endsieg über das Klima. Andächtig hefteten sie ihnen vor ihrem letzten Einsatz das ‚Eiserne Windrad‘ an das Revers ihrer bunten Multifunktionsjacken, und strichen vom Drogenmissbrauch gezeichnet ein letztes Mal mit ihren zitternden Händen liebevoll über die glatten, unschuldigen Kinderwangen der Schützlinge, bevor diese, das Handy in der Faust mutig in die Luft gereckt, im Kampf gegen die Dürre, Graupelschauer und Schneeregen einen ebenso sinnlosen wie heroischen Tod an der grausamen Umweltfront starben.

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Dienstag, 5. März 2019 20:49 | Autor:

Immerhin hat die Framing-Studie dieser orwellschen Berkeley-Tussi beim Zuschauer bewirkt, dass er jetzt wieder Mitleid mit den Gestalten hat, die Abend für Abend ihr Gesicht in diese Kamera halten müssen. Wir warten gespannt auf den nächsten Tatort, in dessen erster Szene der Kommissar auf dem grauen Innenhof einer öffentlich-rechtlichen Anstalt wortlos zehn Rundfunkräte erschießt, damit sich in den restlichen 80 Minuten das zensierte Drehbuch doch noch zu voller Pracht entfalten kann.

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Von der religiösen Botschaft aus poetologischer Sicht

Montag, 18. Februar 2019 12:48 | Autor:

Und obwohl ich auf ihn wettete,
sagte ich ihm, auch wenn es schmerzte:
Es war nicht Gott, der mich rettete,
es waren die Ärzte!

Da wandte er ab den Kopf und sprach:
So dreist wurd‘ ich noch nie beschimpft,
dennoch immer Lanze für die Wahrheit brach…
Ich bin jetzt auch geimpft!

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Von der Plagiatskunst aus poetologischer Sicht

Sonntag, 10. Februar 2019 16:37 | Autor:

SIE BEMUTTERN SIE
EREIFERN SIE BENEIDEN

SIE WIRD ÄHM ER WARD GROSS
ODER NICHT GESCHRIEBEN ODER SO

STEHEN SIE VOR BIENEN
IN IHRER RACHE

WÜNSCHEN SIE IHNEN
BON CASSE GOOD FUCK

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Von der Fauna aus poetologischer Sicht

Donnerstag, 7. Februar 2019 23:36 | Autor:

Ein Hase hoppelt über’s Feld,
da tut sein Geist tief schürfen:
Gott, es ist zwar nicht die große Welt,
doch wird man ja noch hoppeln dürfen!

Das Wildschwein gibt sich daher rauh,
auch sein Gehirn gibt keine Ruh:
Zwar bin ich nur eine alte Sau,
doch immerhin stehe ich dazu!

Das Pferd übt zuerst das Kniehern,
und tut sich weiter nicht drum scher’n:
Schließlich will man nicht nur Wiehern,
sondern auch Warumhern!

Auch der Hamster findet sich ganz toll,
dreht zärtlich an seiner golden Uhr:
Klar nehm‘ ich die Backen voll,
das ist nun mal meine Natur!

Die Moral ist ohne Schmerz,
beachtet man die Weisheit fein:
Quäle nie ein Tier zum Scherz,
denn es könnt‘ geladen sein!

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Vom philosophischen Grundriss aus poetologischer Sicht

Samstag, 26. Januar 2019 11:41 | Autor:

Das Leben ist kein Zuckerschlecken,
dafür hat’s zu viele Ecken,
mitunter tut’s mit Glück erschrecken,
doch am Ende müssen wir verrecken.

Dieser Tod dagegen einfach döst
bis das Leben wird am Größt‘,
dann er auf schlechte Taten stößt,
und so nicht weiß, ob man erlöst.

Wenn Tod und Leben tuen hudeln,
und dialektisch sich vernudeln,
beginnt das Schicksal stark zu bluteln,
da muss man sich dann sputeln!

Dies Gedicht fängt an zu schleimen
mit den Händen und den Beinen,
life by children and by man,
doch am Ende muss sich’s reimen!

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Dienstag, 8. Januar 2019 23:30 | Autor:

Es ist eine überaus ehrenvolle Aufgabe für einen ernsthaften Denker, ab und zu die Affen von den Bäumen zu holen, irritierenderweise haben sie jedoch alle eine gelbe Banane mit einem blauen Aufkleber in der Hand. Der gemessene Verblödungsfaktor beträgt zur Zeit 7,9 auf der nach oben offenen Dichter-Skala und in Deutschland hat ganz offiziell die intellektuelle Kernschmelze begonnen.

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Von der Erinnerung aus poetologischer Sicht

Dienstag, 8. Januar 2019 23:24 | Autor:

Sag mir, wo die Raute ist,
wo ist sie geblieben?
Sag mir, wo die Angie ist,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Mutti ist,
wurd‘ vom eignen Volk gedisst…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Mädchen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Frauen sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Mädchen sind,
Emanzen killten sie geschwind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Jungen sind
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Kerle sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Männer sind,
Mütter drillten sie als Kind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Christen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo der Gutmensch ist,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Christen sind,
Auf den Lippen blüht der Grind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Sozis sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Dummheit ist,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Sozis sind,
über Gräbern weht der Wind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Grünen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die die Spontis sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Öko’s sind,
Körner machen taub und blind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Diesel sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Autos sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Laster sind,
fröhlich schnauben Pferd und Rind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Menschen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Liebe ist,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Herzen sind,
Idioten grinsen leicht beschwingt…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Freitag, 4. Januar 2019 18:47 | Autor:

Das komische Internet, dieses Neuland, von dem Anfang der 90er alle geredet haben, gibt es das eigentlich immer noch?

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