Beiträge vom Mai, 2011

Wetterbericht aus poetologischer Sicht

Montag, 30. Mai 2011 15:47

Kann man Beziehungen entsorgen?
Wie intim nun war denn die Sphäre?
Das alles erfahren sie morgen,
in der deutschen Dreyfus-Affäre.

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Über das Flüchtige des Augenblicks aus poetologischer Sicht

Montag, 30. Mai 2011 14:52

Die Sonne lacht, die Seele rein,
und das Herz macht ding-dang-dong!
Da! Der Liegestuhl ächzt vor schmerzlich Pein,
bei dreißig Grad auf dem Balkon.

Krümel streuen auf Körper und Boden.
Wer von sich gibt, hat keine Feinde!
Die Vögel picken sie von meinen Hoden,
denn das ist meine Fangemeinde.

Sommer auch des Nachbars Schicksal lenkt:
Der Professor! Er blinzelt ganz schön breit,
und ich weiß schon, was der wieder denkt:
Die Menschheit ist noch nicht so weit!

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Am Wannsee aus poetologischer Sicht

Montag, 30. Mai 2011 11:22

Unser täglich Boot gib uns heute!
So ward’s geschrieben in die Bibel rein.
Jetzt werft das Netz aus! Fette Beute!
Denn der Mensch lebt nicht vom Boot allein!

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Orpheus in der Alltagswelt aus poetologischer Sicht

Montag, 30. Mai 2011 11:15

Es schlägt der Mann. Es kränkt das Weib.
Die Sünde macht den schönsten Tag zur Nacht.
Existierte nicht dieser Unterleib,
gäbe es auch keine Niedertracht!

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Tagebuchlektüre aus poetologischer Sicht

Montag, 30. Mai 2011 9:32

Gar bitter ist der Eintrag vom März:
Liebeskummer! Wie immer! Dann und wann…
Es ist doch erstaunlich, dass man Herzschmerz
zwischen Seiten pressen kann…

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Über brotlose Kunst aus poetologischer Sicht

Montag, 30. Mai 2011 9:28

Ein Dichter des Volkes wird stets beklaut,
denn seine Leser sind keine Engel.
Gier nach Erkenntnis, so sind sie gebaut,
und es gibt Weisheit am Stengel.

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Die Tücken der deutschen Liebe aus poetologischer Sicht

Samstag, 28. Mai 2011 19:16

Liebe ist schwierig: Nicht Fleisch, nicht Fisch.
Betroffene wirken euphorisch bis grantig.
Sehnsucht ist zwar eigentlich neurotisch,
zählt aber hierzulande zur Romantik.

Der Wahnsinn ist ein rechter Derwisch,
Ein Recht auf Genies? Das gibt es zwar schon,
und die Verwirrung gilt als psychotisch,
gehört aber hierzulande zur Person.

Enttäuschte Romantik? – Echte Kränkung!
Erloschene Sehnsucht schmeckt gar schal.
Melancholie zählt zwar als Stimmungsschwänkung,
zeichnet hierzulande aber als normal.

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Der Intellektuelle auf Urlaub aus poetologischer Sicht

Samstag, 28. Mai 2011 10:36

Mitunter fühlst dich doch sehr angeödet,
wenn von klugem Denken dich entfernst.
Nur. Wenn man in Ferien schon verblödet,
so nimm dich bitte selbst nicht ernst!

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Lokalpatriotismus aus poetologischer Sicht

Samstag, 28. Mai 2011 9:56

Die Fassade is zwar staubich und roh,
doch Menschen wohnen in die Mauern drin.
Ach, wat bin ick manchmal froh,
dat ick ein Berliner bin!

Dat Dörfliche is mir sutiefst suspekt.
Da isses einsam, kalt und heiß.
Verwirrung gilt dort als Intellekt:
Provinzialität hat ihren Preis.

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Über die Lebensplanung aus poetologischer Sicht

Samstag, 28. Mai 2011 9:29

Wenn Ehrgeiz dich nicht quält,
dann hast du einfach keinen!
All das, was am Ende wirklich zählt,
kommt von Herzen und den Beinen.

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