Beiträge vom 5. Oktober 2011

Über Positionsbestimmungen aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 5. Oktober 2011 16:55

Bist Du Deiner Zeit voraus,
kommt Dir die Gegenwart entgegen,
doch nicht etwa in Saus und Braus:
Nein! Wütend, im Mantel und mit Degen!

Bist Du weit in Deiner Zeit zurück,
das Leben wird gar schal und platt.
Es zerbröselt langsam Glück für Stück.
Die Party findet immer woanders statt!

Stehst Du mit beiden Beinen mitten im Leben,
wirken die Mitmenschen ziemlich spröde.
Es ist mehr nun ein Geben als Nehmen.
Es sei denn, Du bist genauso öde…

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Über die Eschatologie der Normalität aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 5. Oktober 2011 8:19

Bleibt die Kritik denn auch im Rahmen?
Treibt er’s nicht ein wenig gar zu doll?
Ach! Ich nenn‘ die Dinge gnadenlos beim Namen:
Sie heißt Marie und kackt die Windeln voll!

P.S. Hinweis für Literarturstudent/innen: Marie ist eine starke Metapher, die man auch Maria hätte nennen können, doch wären die vier Zeilen mit der unbefleckten Empfängnis an Bedeutung überfrachtet. Außerdem stimmte der harmonische Rhythmus nicht mehr, und der ist beim Kindermachen nun mal wichtig…

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