Beiträge vom März, 2013

Von moralischer Rigidität aus poetologischer Sicht

Sonntag, 31. März 2013 10:22

Der Dichter ist ein großer Held,
ist Sucher, Redner, Mahner,
weiß, wie Mensch dem Gott gefällt:
Er ist der letzte Mohikaner.

Denn der Verrat umgibt ihn ständig,
von jenen, die zu Tieren werden.
Er erinnert sich behändig
als erster Mensch auf Erden.

Dann redet er sein Volk ganz breit,
auf die Stimmung ist geschissen:
Die Wahrheit, nur die Wahrheit!
Ja! Die sollen alle wissen!

Die Menge macht sich jetzt recht klein,
gar groß ist die Verstörung!
Doch wie wollt ihr denn ein Mensch sein,
ohne die Empörung?

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Der Atheist an Ostern aus poetologischer Sicht

Samstag, 30. März 2013 8:18

Ist Intellekt erst mal verweht,
entstehen kalte, rationale Ratten.
Wenn die Sonne tief und tiefer steht,
werfen auch Zwerge lange Schatten.

Respekt gilt es nicht zu verwehren,
doch ist es nicht besonders fein.
Deshalb wollen wir es heute ehren:
Das gemeine Kapitalistenschwein.

Wollten für ein besseres Leben sparen,
den Himmel auf Erden: Dann war’s vorbei!
Hoffnung lässt man dennoch nicht fahren,
bald ist die Globalisierung vorbei!

Wo ist der Dank? Wo schallt das Lachen?
Ein guter Mensch ist wirklich peinlich?
Ist Fortschritt denn ein böser Drachen?
Nein, nur die Moral wirkt etwas reinlich.

Ist das Böse wirklich etwas Gutes,
was man einfach zu sehr quält?
Seid Ihr denn wirklich frohen Mutes,
wie sich da die Wahrheit schält?

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Mittwoch, 27. März 2013 10:14

gedaechtniskirche

Da der deutsche Künstler seine Neurosen nie hatte behandeln lassen, schlugen alle bildnerischen Versuche eines realistischen Selbstporträts in nackte Hybris um.

*

Bildquelle: Autor (Gedächtniskirche, Berlin Breitscheidplatz)

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Neues von den Märkten aus poetologischer Sicht

Dienstag, 26. März 2013 14:46

Wie man das ständige Glück gar bucht?
Und wenn man hat, wie es verwalten?
Wer immer nur nach Liebe sucht,
der zeigt echtes Suchtverhalten.

Ihr legt eure Zukunft auf die Gleise,
doch beim Dichter wird nichts ranzig:
Hier gibt es den Tiefsinn kiloweise,
macht Vierunddreißigneunundzwanzig!

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Dienstag, 26. März 2013 6:01

Screenshot
*
Wenn Gott gewollt hätte, dass wir unsere Bildschirme splitten, warum hat er bei der Erschaffung der Computer diesem nicht drei Monitore wachsen lassen?

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Bildquelle: Windows 8 Blue (Nightly Build 9364)

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Von Wettergebeten aus poetologischer Sicht

Montag, 25. März 2013 21:09

Schnee-heflöckchen, Weißröckchen,
da-ha kommst du geschneit!
Tust du das noch mal wieder,
schlag dich fla-hach und breit!

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Vom asketischen Germanen aus poetologischer Sicht

Sonntag, 24. März 2013 7:27

Leise glüht da dumpf die Frühlingswut:
Vegetarische Kost, ein wenig Soda.
Es ist bitterkalt, doch allen geht’s gut.
Ein bisschen unheimlich, oda?

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‚Ohne Titel‘ aus poetologischer Sicht

Samstag, 23. März 2013 13:51

Er bezeichnet sie als blöde Möse,
selbst trägt einen dummen Schwanz,
doch sind angezogen nicht so böse:
Man bezeichnet es als Mummenschanz.

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Freitag, 22. März 2013 21:34

Unsere Mütter unsere Väter
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Die Kälte spürte man erst später,
als ihre Gefühlswelt nur noch schrie:
Unsere Mütter, unsere Väter,
waren nie in Therapie.

Bildquelle: ZDF

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Über Verantwortungslosigkeit aus poetologischer Sicht

Freitag, 22. März 2013 8:02

Dem Gemüt geht nun es hart an den Kragen,
die Letzten treibt der Winter in den Wahn!
Doch grade jetzt muss sich der Deutsche fragen:
Was hast Du schon für besseres Wetter getan?

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