Beiträge vom Dezember, 2014

Die Neujahrsansprache aus poetologischer Sicht

Dienstag, 30. Dezember 2014 20:21

Der Dichter Eurer Schicksal lenkt,
mag‘ auch er nur Kreisch und Pimpf seh’n,
weiß doch, was Ihr gerade denkt:
Ein frohes und gesundes 2015!

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Der Aphorismus als stark gekürzter Gegenwartsroman

Montag, 29. Dezember 2014 12:13

Nach der in Deutschland historisch notwendigen Pädophilendiskussion wird die nächste große Debatte 2015 wohl um Karrieristen geführt werden, also um die Opfer des sexuellen und seelischen Missbrauchs, die als Kompensation ihrer Erniedrigung eine Karriere um der Karriere willen machen; man erkennt sie leicht am bürgerlich eingefärbten Analcharakter und der Bereitschaft, alles hinter sich zu lassen, besonders die eigene Identität…

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Von moderner Besinnlichkeit aus poetologischer Sicht

Sonntag, 21. Dezember 2014 17:39

weihnachtsmann_am_flugzeug

*

So! Denkt daran, da es weihnachtet:
Liebe. Gemeinschaft. In Euch sein!
Wenn Ihr dies wirklich achtet,
packe ich die Rute ein!

Egal, ob es regnet, windet oder schneit,
der Heilige Dichter stärkt Euren Wahn,
und wenn zu fürchten Ihn endlich seid bereit:
Ja, dann habt Gutes Ihr getan!

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‚The Challenge‘ aus poetologischer Sicht

Freitag, 19. Dezember 2014 10:38

Die Antwort weiß eben nicht allein der Wind!
Ach! Etwas wirklich Kluges sagen,
obwohl Menschen grundsätzlich blöde sind,
genau dies muss ein Dichter wagen!

Ja! Und wenn den Sinn jetzt entkernst,
und fragst mal ganz originell:
Meint er das wirklich im Ernst?
Dann bist zwar doof, aber schnell!

Die Idiotie selbst den Geist legt brach,
Political Correctness jedoch in ihrem Lauf,
so ähnlich ein weiser Diktator sprach,
hält weder Ochs‘, noch Esel auf!

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Die Freudsche Kurzanalyse aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 17. Dezember 2014 12:08

Man kann natürlich gegen PEGIDA motzen,
doch der Penis als diskriminiertes Emblem,
und diese ungevögelten Fotzen
sind das eigentliche Problem!

Die Oberschicht schlägt schamhaft beim Hecheln
auf sozialer Unterschichten-Taste,
zum verlogen süffisanten Lächeln
der politischen Kaste.

P.S. Kurz vor Weihnachten sind die kleinen und großen Kinder Deutschlands immer ganz aufgeregt; da muss man als Dichter manchmal einfach dazwischen gehen, wegen Adolf und so…

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Der Aphorismus als stark gekürzter Gegenwartsroman

Montag, 15. Dezember 2014 11:12

Der Niedergang des deutschen Printjournalismus begann mit der Beschreibung des Deutschen Fernsehens so, als ob es sich dabei um irgend eine Form der objektiven Realität handeln würde. Wäre die schreibende Zunft sich treu geblieben, gäbe es jetzt literarisch hochwertige Texte und grandiose Berichte von preisgekrönten Kriegsreportern aus den Flüchtlingslagern der Ersten Welt.

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Das Leben, über die Schulter betrachtet

Montag, 8. Dezember 2014 14:26

die_heimkehr_des_steigers

Die „Heimkehr des Steigers“, welcher nach einem ebenso dramatischen wie apokalyptischen Verlust der ihm anvertrauten Schweineherde reuevoll in die Arme seines Herrn und Beschützers sinkt, ist tatsächlich eines der wirklich ganz großen, religiösen Werke Darstellender Kunst in der Gegenwart.

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Vom Gang der Geschichte aus poetologischer Sicht

Montag, 8. Dezember 2014 13:53

BaWü grad wurde erst befreit,
von schwarzem Filz und dunkler Saat,
da steht die nächste Diktatur bereit:
Thüringen ist Schurkenstaat!

Es gilt beim Fehltritt kein Pardon,
statt der Hölle droht Verfahrens-Güte,
statt Steueraktien aus dem schwarzen Fond,
gibt’s ‚Rotes Sternchen‘ in die Lenin-Tüte!

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Der Aphorismus als stark gekürzter Gegenwartsroman

Mittwoch, 3. Dezember 2014 17:19

Die deutsche Sprache ist ein mächt’ges Werkzeug: „Ich verstehe nur Bahnhof!“ ist zum Beispiel eine extrem emotionale Eröffnungssequenz, die dann im deutschen Roman etwa mit „Heinz! … Du kommst mir sofort von die Schienen runter, oder ick mach watt janz Schlimmett!“ zum dramaturgischen Höhepunkt kulminiert, um von dort aus in der Allegorie „Ach, hör‘ mir doch auf! … Der Zug ist längst abgefahren!“ seine vollständige, mythologische Auflösung in der Kategorie ‚Verlust und Versöhnung‘ zu feiern.

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Von der Angstlust aus poetologischer Sicht

Montag, 1. Dezember 2014 17:25

bedrohung

Blut, Kreaturen, Hexenhaus,
Demokratur, Atomkrieg, Kettenhemden:
„Wählen Sie eine Bedrohung aus,
um Details einzublenden!“

Der Kalte Krieg ist längst zu Ende,
lebt trotzdem noch in Software fort,
Konsumenten reichen sich die Hände:
Die Seele ist ein kalter Ort.

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