Beiträge vom Mai, 2015

Begriffsbestimmung aus poetologischer Sicht

Freitag, 29. Mai 2015 7:45

Als Engel unsichtbar in der Menge versteckt,
der wird des Menschen Liebe tragen!
(Das wäre mein Pilotprojekt,
aber das Wort darf man nicht mehr sagen.)

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Der Aphorismus als stark gekürzter Gegenwartsroman

Mittwoch, 27. Mai 2015 7:59

Angela Merkel ist vom US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ zum neunten Mal zur mächtigsten Frau der Welt gekürt worden. Man hätte mehr erwartet …

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Von modernen Albträumen aus poetologischer Sicht

Sonntag, 24. Mai 2015 8:02

1.
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so räudig bin,
Ein Tatort aus jüngeren Zeiten,
Der kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt das Blut;
Die Spitze des Messers funkelt,
Mord braucht schweren Mut.
Die Spitze des Messers funkelt,
Mord braucht schweren Mut.

2.
Die schönste Jungfrau sitzet
hier unten wunderbar,
Ihr ängstliches Auge blitzet,
Ein Schatten derer, sie war.
Sie jammert es als Dame,
Und schreit um Hilfe dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewalt’ge Melodei.
Das hat eine wundersame,
Gewalt’ge Melodei.

3.
Die Ermittlerin als Kaltschrat,
Ergreift es mit wildem Weh;
Sie erträgt nicht die böse Waldtat,
Sie hat nur Gespür für Schnee:
Ich glaube, die Bösen verschlingen
Am Ende die Opfer im Wahn!
Dies mit deutschem Drehbuch
Hat der Tatort getan.
Dies mit deutschem Drehbuch
Hat der Tatort getan.

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Vom lyrischen Autofahrer aus poetologischer Sicht

Freitag, 22. Mai 2015 21:41

Die Schranken sind frei,
man muss nicht mehr warten,
der Zug ist vorbei,
wie ein nächtlicher Platten.
Kein Mensch will jetzt küssen
und die Abfahrt vermissen.
Es bleibet dabei:
Die Schra-hanken sind frei!

Ich fahr jetzt, wie ich will,
was mich sehr erquicket,
und das in aller Still,
wenn man’s E-Drive anklicket.
Mein schleudernd Ausscheren
kann niemand mir wehren!
Was weiß schon Polizei?
Die Schra-hanken sind frei!

Ja! Fesselt man mich
im stauenden Verkehr,
so ist das doch nur
vergeblicher Lorbeer!
Denn meine Lenkpranken
zerreißen Leitplanken
und Mauern entzwei:
Die Schra-hanken sind frei!

Ich liebe de-hen Schein
bei Mädchen vor allem,
doch mein Schniedel ist klein,
deshalb tu ich ihn ballen,
während der noch mäandert
sie massiert einen Ständer,
bis zitternd ich schrei:
Die Fla-hanken sind frei!

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Angewandte Obsoleszenz aus poetologischer Sicht

Freitag, 22. Mai 2015 11:27

Waschmaschine hat es beim Schleudern zerfetzt,
mehr Trauer sah Hausfrau nie!
(Die Trockung stirbt ja immer zuletzt,
aber irgendwann stirbt auch sie!)

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Das IT-Bulletin aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 20. Mai 2015 17:36

Als schwerwiegende Sicherheitsentdeckung
ermöglicht der Exploit laut Experten,
dem User eine Online-Verschreckung,
und sei als Einfallstor zu werten.

Die Lücke schafft eine Datenverwindung,
sie könne Angreifern erlauben,
eine komplett verschlüsselte Verbindung
zu öffnen, um Daten zu rauben!

Der Zugriff erfolgt beim Schlüsseltausch,
Heimtücke verändert die Causa:
Man empfiehlt daher in Bogen und Bausch
letzte Updates und Browser.

Da sich für Computer kein Heu fand,
der Bundestag ist nicht verwaltet,
Trojaner galoppieren im Neuland,
das Internet wird abgeschaltet.

Die Frage bleibt, wo Ihr da wart,
als qualmte es Rauch und Schalle:
Das Leben ist hart!
Software für alle!

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Der Aphorismus als stark gekürzter Gegenwartsroman

Montag, 18. Mai 2015 9:02

Es ist und bleibt erstaunlich, dass selbst überaus intelligente und aufgeweckte Moderatoren in einer selbst geschaffenen Wirklichkeit leben, die sie als ernanntes Medium mit Klauen und Zähnen gegen jede Zumutung der Welt verteidigen. Dieses unterschwellige „Ihr müsst mich schon mögen, wenn ich amüsant sein soll!“, gepaart mit einer kaum zu zügelnden Gier nach Liebe, Anerkennung, Sex und Geld, löst dann jede philosophische Grundspannung einer öffentlichen Person auf, in dem sie mangels Intellekt die ‚conditio humana‘ konsequent leugnet, um anschließend fröhlich den Begriff ‚Menschlichkeit‘ mit den bescheidenen, hirneigenen Bordmitteln als Fragestellung neu zu definieren. 

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Sonntag, 17. Mai 2015 11:01

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Zu Recht rügte der Rechnungshof die sündhaft teure Praxis der Bundesregierung, statt der immer unbeliebter werdenden Feuerwerke mit Hilfe von arbeitslosen Klimaforschern aufwendige Sonnenuntergänge zu inszenieren, um die Stimmung und Lebensqualität der deutschen Bevölkerung zu heben.

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Vom Initiationsritus aus poetologischer Sicht

Sonntag, 17. Mai 2015 9:03

Es war ein schöner Tag,
der letzte im April,
die Hände brannten so,
als als zuckten sie nur still,
die Wand der Werkstatt war nur einfach weiß,
und um allein zu sein,
sagte ich den andern:
Heut‘ hau ich alles klein!

Da traf ich ihn,
und sah auf seinen Stiel,
und irgendwie-hie
hatt‘ ich das Gefü-hühl,
als winkte er mir zu
und er schien zu sagen:
Komm, schlag‘ was mit mir!

Ich war dreizehn,
und er war aus dem Baumarkt,
und über Daumen,
da wusste ich nicht vie-hiel!
Er wusste alles,
und er ließ mich’s spüren:
Ich war kein Kind mehr!
Und es war Hammer!

Er tat dann so,
als sei ich überhaupt nicht da,
gleich einem Faustkeil,
der nur den Affen sah!
Ich war ein Spargel,
und ich wusste nicht wohin,
mit blauem Nagel,
der zerschlagen an mir hing!

Ich kann verstehen,
hörte ich ihn sagen,
nur weil du jung bist,
brüllst nicht,
was Du fühlst!
Doch bleib bei mir,
bis der Schmerz auch nachlässt!
Dann wirst du sehen…!

Wir gingen beide
raus auf’s freie Land,
und ihn der Junge
nahm schüchtern in die Ha-hand:
Doch als ein Mann
sah ich die Sterne aufgehn!
Und es war Hammer…

Es war der Hammer,
das erste Mal im Leben,
es war Hammer
das allererste Ma-hal!
Und als ein Mann
sah ich die Sterne aufgeh’n!
Und es war Hammer…

Es war Hammer,
das erste Mal im Leben,
Es war Hammer…

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Dienstag, 12. Mai 2015 13:08

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Trotz Anwesenheit mehrerer professioneller Helfer, darunter zwei Tierärzte, gelang es nicht, die vom Aussterben bedrohte Sandschildkröte (lat. densa turtur arena) unversehrt in ihren angestammten Lebensraum zurück zu bringen.

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