Beiträge vom Januar, 2016

Dienstleistungsgesellschaft aus poetologischer Sicht

Sonntag, 31. Januar 2016 11:23

Deutschland steckt tief in der Krise,
von eisigen Bergen bis zum Schilfdeich,
denn das Land hat moralische Miese.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Nein!

Weil sie nicht Ihrer Meinung entsprach?
Christenmutti hat beim Regieren gedöst,
so dass Demokratievertrauen brach.
Hat dies Ihr Problem gelöst?

Nein!

Karrieristen lassen Politwunden eitern,
Kriminelle versuchen, Geld zu schinden,
Großmannssucht lässt Europa scheitern.
Soll ich Sie mit der Hotline verbinden?

Wie … jetze?

Zur Zeit sind alle Leitungen besetzt!
Bitte warten Sie, bis einer unser Mitarbeter
Ihren völkischen Willen verletzt!
Sonst trollen Sie gefälligst weiter…

Wird auch oft gesucht:

Liebe, Verlust, Versöhnung,
Haftpflicht, Unfall, Hausrat,
Brot, Butter, Dröhnung,
Krieg, Frieden, Hausschrat.

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Legasthenisierter Krimi aus poetologischer Sicht

Samstag, 30. Januar 2016 12:50

Es hat wohl einen Boten gegeben,
Lommissar ermuttelt trotts Henger,
fon tiefster Gerächtigkeit getrehben:
Der Mörder ist immer Empfänger!

Empfängnis hat immer ein Alibi,
boter Toter wundeltsu nahe am Krat,
glaich Kassandra begäht Hara Kiri,
doch Schuld trägt der Adressat!

Der ließ sich Nachnahme kosten,
Bäleeg lies Unnschultsvärmuhtung erlaame,
Vlucht füate tiev inn dehn Ossten:
Westnahme!

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Von der TV-Freakshow aus poetologischer Sicht

Donnerstag, 28. Januar 2016 11:57

Den Penis verlängert hässlich Krawatte,
eckig Kostüm wird Fettkörper schlürfen,
dazu bleiche Visagen mit stirniger Latte:
Das wird man ja wohl noch tragen dürfen!

Na ja …

Dies Fickkollektiv mit steinharter Miene
in kackbraunen Sesseln warm oder kalt,
quatscht Politik auf menschliche Schiene.
Und so was sagt: Keine Gewalt?

Warum nicht?

Deshalb noch mal, meine lieben Idioten:
Eine Frau zu sein, ist kein Beruf,
und Mamis Liebling gehört nun mal Toten,
die Gott den Pädophilen schuf!

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Über politisierte Achtsamkeit aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 27. Januar 2016 13:22

Tiefgefroren in den kochheißen Dunst,
da können sich auch Erbsen fragen:
Was macht das mit uns?
Kann das unsere Seele tragen?

Geht’s noch?

Was sind das denn für vegane Trolle!
Auf der Packung steht zwar ‚Erbsen fein‘,
doch ihre gesellschaftliche Rolle,
ist es nun mal, Erbse zu sein!

Ja, aber…

Soll Mensch die kalten Dinger lutschen?
Ich sag’s ganz ehrlich, frei heraus:
Soll’n doch die grünen Kugeln putschen!
‚Masse und Macht‘, so sieht’s aus!

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Metamorphosen aus poetologischer Sicht

Dienstag, 26. Januar 2016 11:42

Die Kanzlerin war Schlange,
Rind, Hund, Katz‘ und Lurch.
Massenmedien fragen bange:
Wie lange hält sie das noch durch?

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Von der unabänderlichen Fügung aus poetologischer Sicht

Dienstag, 26. Januar 2016 2:58

Es war einmal ein Fußabtreter,
der war aus grob geraspelt Stahl,
der galt als bald als Schuhetöter,
und ward für Sohlen eine Qual!

Ja, stimmt!

Nur Putzen ward zu kurz gegriffen,
doch ein Sandstrahl macht‘ ihn klar,
nun noch richtig blank geschliffen
strahlte fröhlich er Gefahr!

Au weia!

Ein Ausschuss war noch gut in Schuss,
übersprang ganz einfach Unfallhürde,
kam nach Wochen zu dem Schluss:
Auch Fußabtreter haben Würde!

So isses!

Treter wurde umgeschult,
Furnier tat auf dem Blech nun holzen,
doch Fasern war’n rasch abgepult,
Treter wurde eingeschmolzen.

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Von der Deutschen Volkserziehung aus poetologischer Sicht

Freitag, 22. Januar 2016 13:00

I.
Wenn der Dichter nicht mehr dichtet,
dann liegt die Basisarbeit brach!
Ihr Leser seid verpflichtet,
drum sprecht mir alle nach…

(Chorus)
Wenn der Dichter nicht mehr dichtet,
dann liegt die Basisarbeit brach!
Wir Leser sind verpflichtet,
ihm sprechen alles nach…

II.
Wenn’s dem Dichter geht gar schlecht,
kann man des Volkes Liebe schlachten!
Die Welt ist nicht gerecht,
Ihr müsst ihn noch mehr achten!

(Chorus)
Wenn’s dem Dichter geht’s mal dreckig,
wird man uns’re Liebe killen!
Die Welt noch rund, wird eckig,
ohne dieses Dichters Willen!

III.
Wenn’s dem Dichter geht nun wieder gut,
geliebt, bewundert und geehrt,
auch Ihr fasst neuen Mut:
Ihr macht dann nichts verkehrt!

(Chorus)
Wenn’s dem Dichter geht dann gut,
von uns geknuddelt, sooo verehrt,
das gibt uns völlig neue Wut,
und Stumpfsinn völlig unversehrt!

IV.
Selbst die Merkel tut ihn nur kopieren,
die Lügenpresse hat er widerlegt!
Der Dichter sollt‘ die Welt regieren,
damit die Kunst sich wieder regt!

(Chorus)
Die ganze Welt tut ihn kopieren,
das Böse sich in Büsche schlägt:
Wenn Dichter wird uns mal regieren,
er auf faule Haut sich legt!

—–

(… lang anhaltender, rhythmischer, von schlecht gespielten Heulkrämpfen unterbrochener Beifall …)

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Das Aphorismus als stark gekürzter Gegenwartsroman

Freitag, 22. Januar 2016 10:38

Dass da draußen sieben Milliarden Trottel auf dem Globus herumlaufen, die Deutschland für das attraktivste Land der Erde halten, macht die einheimische Bevölkerung dann doch wieder irgendwie sympathisch, weil die solch‘ einen unreflektierten Scheiß niemals ohne jede Not behaupten würde!

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Drehbuch als dramatisierte Gegenwartsform (2)

Donnerstag, 21. Januar 2016 10:51

⌈ AUSSEN. ______ TIENNAMEN-PLATZ, PEKING ______ MORGENS ⌉

[FADE IN]

REPORTERIN 1
(mit Mikrofon in Kamera, chinesischer Dialekt)
… sich als Muttel Thelesa pläsentieren und ein paar hirntote Chlistenfuzzis auf’m Pallteitag übel den Tisch ziehen? (lächelnd) Kann man mal machen…

(Schnitt auf)

⌈ AUSSEN. ______ VOR DEM KAPITOL, WASHINGTON ______ MITTAGS ⌉

REPORTER 2
(mit Mikrofon in Kamera, texanischer Dialekt)
… Maybe! … Abärr aine Millien Flüchtlinge ins Land locken, make Selfies, den Freedoms Nobel Price kassieren und sich zur UNO wegloben zu lassen? Das kostet…Money, Money, Money!

(Schnitt auf)

⌈ AUSSEN. ______ BRANDENBURGER TOR, BERLIN ______ ABENDS ⌉

REPORTER 3
(mit Mikrofon in Kamera, bayrischer Dialekt)
Kruzifix! … Die Bundeskanzlerin zwingen, die Drecksarbeit gefälligst selbst zu machen? Unbezahlbar!

[FADE OUT]

(BLACK SCREEN, SPRECHER aus dem OFF)
Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen! Für alles andere gibt es Blastercharts…

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Über das Süddeutsche im Winter aus poetologischer Sicht

Freitag, 15. Januar 2016 13:10

Grausame Berge fressen Landschaft auf,
weiße Täler dämmern sinnlos im Licht,
kurz: Das ist der Lauf,
wenn’s Leben nur Pflicht!

Ja mei!

Skispuren hart kreuzen schmerzhafte Stege,
hölzern Hütten bleiben Notunterkunft,
der Ausgang vom Elend asphaltiger Wege,
Aldi Süd ist letzte Zunft.

Woas?

Der Föhn verrammelt auch klarste Gedanken,
beim Absturz vom Felsen verrutscht das Mieder,
Sanitäter Verreckende weist in Schranken:
Da legst die nieda!

Jesses!

Rauschen der Wälder elektrisiert auch Lämmer,
die heil’ge Empfängnis erfordert Geduld,
an leere Gehirne schlagen fleischige Hämmer:
Der Saupreuß ist an allem Schuld!

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