Beiträge vom Mai, 2016

Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Dienstag, 31. Mai 2016 19:38

Wenn man den Satz ernst nimmt: „Zuerst die Menschen, dann das Land, und dann erst ich!“ , …  (Volker Kauder; 31. Mai 2016)

…, muss man leider feststellen, dass es gar kein Satz ist, da das Prädikat fehlt. Da ist es dann auch kein Wunder, dass gerade der einfache Bürger andauernd das Gefühl hat, von der Politik selbst um die Verben beschissen zu werden!

Thema: Das Leben, über die Schulter betrachtet... | Kommentare (0) | Autor:

Über schräge Lebensweisheiten aus poetologischer Sicht

Montag, 30. Mai 2016 7:46

Die frühe Vöglin melkt den Wurm,
der späten Mann hat den Ständer.
Borderline wird Lebenssturm,
fehlt der Schwelle das Geländer.

Ein Hammer kann sehr nützlich sein,
geht er denn wirklich auf den Wecker!
Steckt im Körper Schniedelein,
zieht man einfach so den Stecker.

Gar unbestimmt ist Bürger Rache,
ohne Leber, doch mit Laus.
Wird er Agent in eig’ner Sache,
spioniert am Ende selbst sich aus!

Tut trotz der Weisheit Info rasen,
dass so flach wie breit ist Flunder,
und ist dann dick und aufgeblasen,
spricht das Web von einem Wunder!

Thema: Poetologische Sicht | Kommentare (0) | Autor:

Von den Sehnsüchten aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 25. Mai 2016 8:49

Was trifft Euch tief vor Rührung?
Was vermisst Ihr an Vater Staat?
Intellektuelle Führung!
Denn da weiß man, was man hat…

Thema: Poetologische Sicht | Kommentare (0) | Autor:

Vom Gesellenstück aus poetologischer Sicht

Dienstag, 24. Mai 2016 8:49

Ein Limerick ist Scherzgedicht,
die Reimesfolge feste Pflicht,
doch handelt es von Schrumpelklöten,
und Mutti kommt da arg in Nöten,
zieh’n die Knittermurmeln vor Gericht.

Thema: Poetologische Sicht | Kommentare (0) | Autor:

Von unangenehmen Wahrheiten aus poetologischer Sicht

Dienstag, 17. Mai 2016 14:55

Es könnte auch Gelächter sein
von des Dichters Mutterbrut:
Mache niemals einen schlechter Reim,
wenn es auch ein guter tut!

Es gibt frühe Vögel und die späten,
sanfte Kritik, sie kann auch harschen!
Ihr Hörer da draußen an den Lesegeräten:
Lasst Euch nicht verarschen!

Die Große Wahrheit ist nicht zu spalten,
auch nicht die Weisheit im Kanzleramt!
Nur dadurch wird Welt z’ammen halten:
Mehrlagig gewickelt Panzerband!

Hört nur, wie sie knirscht und ächzt,
singt der Erdenwahnsinn eigen Lied!
Ein Leser nach Erlösung lechzt,
wenn er vor dem Dichter kniet!

Thema: Poetologische Sicht | Kommentare (0) | Autor:

Vom Ordnungssinn aus poetologischer Sicht

Samstag, 14. Mai 2016 19:53

Ich bin ein Hochmassiv! er schrie,
war dabei eher wohl Zwerg!
[Eine Gebirgsjägerkompanie
verjagte den Berg.]

Thema: Poetologische Sicht | Kommentare (0) | Autor:

Von den Leidenschaften aus poetologischer Sicht

Donnerstag, 12. Mai 2016 19:40

Geht noch ein Humpen? Sauf’s aus!
Verweigert Dir Liebste Bett und Kuss:
Brauhaus!
Wenn’s Wut werden muss…

Lässt die Scham nun nicht mehr ruh’n,
die Reparaturen machen frei!
Es gibt immer was tun!
Yippie hey hey…

Thema: Poetologische Sicht | Kommentare (0) | Autor:

Drehbuch als dramatisierte Gegenwartsform (3)

Montag, 9. Mai 2016 9:21

⌈ INNEN SCHLOSS  _________            IM BADEZIMMER   _________           ABEND ⌉

GUSTAV FREIHERR VON WOLKENBRUCH STEHT IM BAD SEINES KLEINEN SCHLOSSES AN DER KÜSTE VON SCHNUCKEROOG UND BEREITET SICH AUF DEN ABEND VOR, IN DEM ER SEINE KRAWATTE ÜBER DEM BLÜTENWEISSEN HEMD BINDET. ER BETRACHTET SORGENVOLL SEINE FALTEN IM SPIEGEL, ALS ALS SEINE JUGENDLICH FRISCHE GELIEBTE THERESA VOM HOHENHAUFFEN DAS BAD BETRITT.

GUSTAV

Hallo Schatz! Schön das Du wieder da bist!

THERESA

Hallo, mein Liebster! Willst Du ficken?

GUSTAV
(schluckt)

Ähm, ob … ich … was..?!

HORST (als Gustav)

Chantal, so geht das nicht: Hier im Drehbuch steht, dass Du mich liebevoll fragen sollst, ob ich die Tabletten, die mir Dr. Crozarius verschrieben hat, schon eingenommen habe!

CHANTAL (als Theresa)

Ich weiß, aber es steht auch dort, dass ich jugendlich frisch auftreten soll! Und da dachte ich, ich sage mal was, was junge Leute heute so sagen…

HORST (als Gustav)

So ein Schwachsinn! Herrgott noch mal! Jetzt müssen wir die ganze Szene noch einmal drehen!

CHANTAL (als Theresa)

Das müssen wir gar nicht neu drehen! Es … das ist doch bloß ein deutscher Spielfilm, der wird irgend wann abends nach den Nachrichten auf irgend einem Kanal versendet, wenn die Leute auf dem Sofa liegen und sowieso nicht gestört werden wollen!

HORST (als Gustav)

Und warum wollen unsere Zuschauer, bitte schön, nicht gestört werden?

CHANTAL (als Theresa)

Weil sie dabei … halt … selber ficken? Ich meine, es ist doch nur fair!
Also was nun: Willst Du jetzt oder nicht?

(aus dem OFF)

Cut! – Ok, der Take ist gut!
Wir bauen für den nächsten um…

Thema: Artverwandte Medien | Kommentare (0) | Autor:

Neue philosophische Ansätze aus poetologischer Sicht

Samstag, 7. Mai 2016 8:41

Was lustwandelt da ohne jedes Hirn?
Wer reckt die Hälse stolz wie Schwäne,
gewandet noch im feinsten Zwirn?
Das Mondäne! Das Mondäne!

Was wirkt wie eine marmorn‘ Büste,
doch ist geschnitzt aus aus anderem Holze,
schickt das Vulgäre in die Wüste?
Das Stolze! Das Stolze!

Was ewiglich verkörpert all die Gaben,
fuchtelt duellierend mit dem Säble,
ja spricht auf Augenhöhe mit den Schaben?
Das Edle! Das Edle!

Und jetzt Gefühle, schwarz auf weiß:
Was lieben Meier, Lehmann, Schulze?
Was macht die Chaoten richtig heiß?
Die Schnulze! Die Schnulze!

Thema: Poetologische Sicht | Kommentare (0) | Autor:

Der Aphorismus als stark gekürzter Gegenwartsroman

Freitag, 6. Mai 2016 6:21

Es lag auf der Hand, dass die Amis das Erfolgsmodell einfach kopieren würden: Die gleichen Haare, derselbe empörte Gesichtsausdruck, die pubertär-pampigen Antworten auf schwierige Fragen, und natürlich wieder eine Lesbe, nur diesmal gefangen im Körper eines Mannes.

Thema: Aphorismen | Kommentare (0) | Autor: