Beiträge vom März, 2017

Vom Schaffen des Dichters aus poetologischer Sicht

Dienstag, 28. März 2017 9:25

Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen,
und schon geht los das Gejammer:
Wie macht er das? … So klar! … So offen!
Ich sag‘ nur: Hammer!

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Samstag, 25. März 2017 8:53

Der Vater hat natürlich recht damit, wenn er seinen Sohn nicht als „depressiven Massenmörder“ hingestellt wissen möchte. Der Flugzeugabsturz war seinem Charakter nach ein Racheakt an der Gesellschaft, in der Andreas Lubitz lebte, und von der er sich, wie so viele andere auch, aus irgendeinem Grunde erpresst fühlte. Es ist sogar der Stoff für den Gegenwartsroman schlechthin, und auffällig ist nur das Monströse, denn ein solcher Gewaltakt braucht einen handfesten Auslöser: Der kann eine Frau sein, oder aber die Fluggesellschaft, für die Andreas Lubitz flog, und die gewissermaßen für ihn eine temporäre Ersatzgeliebte darstellte. Den Rest kann sich jeder Biodeutsche selbst zusammenreimen, wenn er, anstatt von früh bis spät Aktienkurse zu studieren, wieder mal seinen Sigmund Freud zur Hand nimmt…

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Frühlingsgefühle aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 22. März 2017 14:56

Wer nicht aufpasst, wird kirre:
Auf die Reizüberflutung
folgt die Sexualdürre!
Ist heilbar, so die Vermutung…

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Von der Virtualität aus poetologischer Sicht

Sonntag, 19. März 2017 23:03

Es gibt Menschen, die ernsthaft glauben,
das Internet sei Realität,
die tun dort schalten und schrauben,
doch als Multimedium sind zu bläd.

Sie denken, sie wären die Presse,
und Menschheit mehr eine Störung,
und kriegen sie eins auf die Fresse,
gibt’s satte Aufschrei-Empörung!

IP-Adressen haben kein Außenlicht,
Persönlichkeit würde nur stören:
Das Netz als Ort, den gibt es nicht,
es tut auch niemand gehören.

Ob Liebe, Hass, ob Raub wie Mord,
Information bleibt ein Akt des Würgens.
Es wird immer nur am selben Ort –
… kommuniziert: Nirgends.

Seid denn für Diagnose bereit:
Ist Reales spinnerndes Dasein,
Virtuelles jetzt die Wirklichkeit,
nennt man es Spaltungsirresein.

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Das Leben, über die Schulter betrachtet …

Sonntag, 19. März 2017 3:59

Donald und Angela hatten es nicht leicht miteinander: Er war kein religiöser Spinner und viel schlimmer noch, keine Frau! Sie war nicht reich und verschickte SMS, anstatt ihre verhärmte Emotionalität pausenlos in die Welt hinaus zu zwitschern. Und beide starrten nun einander ebenso sprachlos wie vorwurfsvoll an, mit jenem kindlich empörten Gesichtsausdruck gesellschaftlicher Aufsteiger, denen die Macht leider nicht zu jener philosophischen Eleganz und Lässigkeit verhalf, die ihnen als Lebenssinn so sehr fehlte. Und ihre Verantwortung gab keinerlei Antworten auf Fragen, die niemand stellen konnte, weil ihr alternativlos-ökonomisches Denken den widersprüchlichen Geist westlicher Intellektualität auf eine flackernde Sparflamme gesetzt hatte, die man ja nur braucht, um ein Fertiggericht warm zu halten. Es gibt siebenundzwanzig Arten von Liebe, doch das hier war keine davon …

(aus „Pumuckl und ihr großer Bruder“, Surekrampf 2025, S. 203 ff.) 

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Vom reaktionären Tonfall aus poetologischer Sicht

Freitag, 17. März 2017 11:05

Wo der Feingeist Rohheit rügt,
Rationales steht im Buche:
‚Wenn das Wildschwein den Garten pflügt‘
Eine Spurensuche

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Von der Neuen Stille aus poetologischer Sicht

Samstag, 11. März 2017 8:58

Ob Trump-Gebashe, Erdosiel,
endlos ist Idiotenreigen,
nur der Dichter hat noch Stil,
er kann auch schweigen: Schweigen!

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