Von der Tierwelt aus poetologischer Sicht

Heiliger Fladen! philosophierte das Rind.
Die Zukunft hat zwar längst begonnen,
doch da wir eutern etwas blöde sind,
hat sie uns nicht mitgenommen!

So ein Schwachsinn! sinnierte das Schwein,
Gegenwart ist zeitlich nicht zu fassen!
Doch wenn unser Mist auch noch so klein,
muss man deswegen Schnitzel hassen?

Was für eine Zukunft! schnaubte das Pferd.
Und die Vergangenheit als Live-Stream-Pop?
Womit man letztlich am besten fährt,
das ist nun mal der Galopp!

Der Esel genervt vor Weisheit stöhnt:
Ach was! Ihr seid dumm, dumm, dumm!
Wenn die zeitliche Last nicht tragen könnt,
bleibt auch als Philosophen stumm!

Heureka! puttete das blinde Huhn.
Wenn so vergänglich ist die Gegenwart,
dann kann nichts man für die Zukunft tun!
Nicht logisch, aber eierhart…

Na, ja… regt sich das Warzenschwein.
Das Stinktier und ich, wir sahen uns nie,
doch Beratungsfirma gründen zum Schein
für die Schönheitsindustrie.

..

Man könnt sich verlieren in dieser Geschicht,
allein die Moral fehlt hier nur:
Rede niemals ernsthaft mit Tieren nicht,
die da haben kein Abitur!

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Datum: Mittwoch, 1. November 2017 13:29
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Ein Kommentar

  1. 1

    Gefällt mir! Herzliche Grüße !

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