Beitrags-Archiv für die Kategory 'Part I'

Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Dienstag, 8. Januar 2019 23:30

Es ist eine überaus ehrenvolle Aufgabe für einen ernsthaften Denker, ab und zu die Affen von den Bäumen zu holen, irritierenderweise haben sie jedoch alle eine gelbe Banane mit einem blauen Aufkleber in der Hand. Der gemessene Verblödungsfaktor beträgt zur Zeit 7,9 auf der nach oben offenen Dichter-Skala und in Deutschland hat ganz offiziell die intellektuelle Kernschmelze begonnen.

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Von der Erinnerung aus poetologischer Sicht

Dienstag, 8. Januar 2019 23:24

Sag mir, wo die Raute ist,
wo ist sie geblieben?
Sag mir, wo die Angie ist,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Mutti ist,
wurd‘ vom eignen Volk gedisst…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Mädchen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Frauen sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Mädchen sind,
Emanzen killten sie geschwind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Jungen sind
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Kerle sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Männer sind,
Mütter drillten sie als Kind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Christen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo der Gutmensch ist,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Christen sind,
Auf den Lippen blüht der Grind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Sozis sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Dummheit ist,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Sozis sind,
über Gräbern weht der Wind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Grünen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die die Spontis sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Öko’s sind,
Körner machen taub und blind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Diesel sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Autos sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Laster sind,
fröhlich schnauben Pferd und Rind…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

Sag mir, wo die Menschen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Liebe ist,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Herzen sind,
Idioten grinsen leicht beschwingt…
Wann wird man je verstehen?
Wann wird man je verstehen?

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Freitag, 4. Januar 2019 18:47

Dieses komische Internet, das Neuland, von dem Anfang der 90er alle geredet haben, gibt es das eigentlich immer noch?

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Freitag, 23. November 2018 14:29

Die Große Koalition besteht im Wesentlichen aus der gegenseitigen Liebe zu Mitgliedern des Tierreichs, die sich für eine Arbeiterrevolution einsetzen, welche aber aus ideologischen Gründen von Staatsbediensteten durchgeführt werden soll.

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Vom Allzumenschlichen aus poetologischer Sicht

Dienstag, 30. Oktober 2018 12:19

Es gibt nicht nur Ruhm und Ehr,
sondern auch Schand und Schmach:
Da bleibt man halt fair
und tritt nicht nach!

Illusion tut zwar sterben,
doch das Ego bleibt fein:
Berühmt ich wollte nie werden,
mir genügt, der Größte zu sein!

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Donnerstag, 18. Oktober 2018 11:43

Wenn ein Hampelmann wie Dröhnemayer („Hubschrauber in meinem Schlauch“) die Hundekanzlerin wegen ihrer mangelhaften Kommunikationsfähigkeit kritisiert, ist das eine recht ambivalente Aussage: Gerade als Berufsbetroffener sollte er wissen, dass dies mit dem Intellekt und dem Sprachwortschatz eines pubertierenden Teenagers nicht möglich ist, und wenn er jetzt einfach nur mal ficken will, kann er ja anrufen, und muss das nicht öffentlich über ein Zeitungsinterview machen.

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Von der Poesie aus poetologischer Sicht

Samstag, 29. September 2018 18:33

Blau gewebt schraubt diagonal Liebe,
in weiße Löcher fällt tiefschwarzes Licht.
Ach! Allen Sinn raubten die karierten Diebe!
(So geht ein abstraktes Gedicht.)

Mit dem Auto eine Sause,
und da es autonom jetzt fährt,
bleibt der Mensch einfach zu Hause,
wo er im Internet verkehrt.

Was Ihr auch immer versiebt,
nie dürft nach rechts Ihr hinken,
um dies Volk, das vor Euch kniet,
auch noch zu linken!

Da Jesus ist schon lange tot,
gar laut der Masochismus lacht,
der Christ zwar immer schon Idiot,
jetzt nur ist er an der Macht.

Die Daten sind der neue Würger,
doch Codierung ist verfänglich,
befragt wurd nur ein einz’ger Bürger,
auch Moderne ist vergänglich.

Der Quell der Sterne ist die Ranze,
kopfüber steht’s Gebirg auf Erden ,
Mundspülwasser tränkt die Pflanze,
mit dieser Welt wird’s nichts mehr werden.

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Das Leben, über Schulter betrachtet…

Freitag, 28. September 2018 21:23

Die grauenhafte Werbung, die jeder Nachrichtensendung im Fernsehen, jedem Artikel oder Foto oder Video im Internet vorgeschaltet wird, ist ein dauerhaftes Ärgernis im deutschen Alltag und trägt mit seiner schlechten Qualität auf Dauer bestimmt auch zur Demokratieverdrossenheit bei. Hyperventilierende Uschis mit der lebensbejahenden Ausstrahlung einer rostig-einsamen Gaslaterne, bärtige Teddygesichter erstrahlen als dümmlich grinsender Ausdruck eines undicht vor sich hin blubbernden Schlauchbootes: Da fragt man sich als potentieller Kunde schon, warum man angesichts der genetischen Möglichkeiten heutzutage ausgerechnet solche Personen käuflich erwerben, geschweige denn, sie dann auch noch benutzen sollte.

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Freitag, 21. September 2018 7:16

Man sollte als Politiker nicht so aussehen, als hätte man schon drei erfolglose Suizidversuche hinter sich, nur um volkstümlich zu wirken. Es hilft auch nicht, sich eine fette Hornbrille auf die fliehende Stirn zu tackern, nur um etwas intelligenter zu wirken. Man sollte vor allem nicht den Eindruck erwecken, man sei, anstatt ordentlich in eine Therapie zu gehen, einer religiösen Sekte beigetreten, deren Hauptsitz im Berliner Regierungsviertel liegt, und was das Verhalten angeht: Man darf einen fett gefressenen Arsch haben, muss auch mal so richtig der Arsch sein dürfen, doch der Arsch sollte nicht das intellektuelle Zentralorgan sein. Man sollte diesen Arsch dann auch mal hoch bekommen und ihn so bewegen, dass es in der Öffentlichkeit nicht allzu peinlich aussieht.

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Von den blöden Germanen aus poetologischer Sicht

Dienstag, 18. September 2018 8:50

Wie verhilft man der AfD zum Sieg?
Wer Sozis wählt, wählt Merkel;
wer Merkel wählt, wählt Hitler;
wer Hitler wählt, wählt den Krieg.

Und so gehen die Deutschen ihren Weg
als Sozi-Nazis, als Fascho-Christen,
als Stalinist und Körnerfresser,
doch Dummheit ist kein Privileg!

Nichts gelernt, doch meinungsstark;
politisch korrekt, aber korrupt;
das Pimmelgesäusel, der Fotzenterror:
Völker der Welt, schaut auf diesen Quark!

Und so fragt man sich bei diesem Wahn,
wo dies schon mal geschrieben stand,
wer wo war das doch gleich?
Heinrich Mann: Der Untertan.

Und wer ist im Schmierenstück das Ferkel?
Nun, die Christenmutti tat’s mit List
am sexuell missbrauchten Journalist:
Heil Merkel! … Heil Merkel!

Wer sich talentfrei an Karriere kettet,
ist weder Kind, noch Frau, noch Mann,
denn wie man sich fettet,
so quietscht man!

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Donnerstag, 13. September 2018 22:11

Twitter ist gewissermaßen das Ghetto des Internets, der Darkroom von Facebook, der Raucherbereich von Chats, die Mülldeponie der Worte, das Tourette-Syndrom der Einsamen, wo die Arbeitslosen und Junkies abhängen, die bei LinkedIn rausgeflogen sind. Wenn Twitterer einen Follower verlieren, erfahren sie, wie Jesus sich fühlte. Und wenn Sie nicht schon einer Mutter folgen, die Wein trinkt und Antidepressiva nimmt, wird Ihnen aus dem Genderpool kurzerhand eine zugewiesen.

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Von der Utopie aus poetologischer Sicht

Sonntag, 9. September 2018 7:23

Gerät der Autor außer Rand und Band,
als mit dem neuen Roman er tingelt:
Hirntot in Deutschland. 
Wenn die Ostfrau zweimal klingelt

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