Beitrags-Archiv für die Kategory 'Poetologische Sicht'

Vom Hühnervolk aus poetologischer Sicht

Sonntag, 5. Mai 2019 11:41

Faustkeile dienten als Hämmer,
ein alter Fischer hebt seine Reuse,
und auf das Schweigen der Lämmer
folgt das Klicken der Mäuse.

Depressionen tief im Grabe,
werden von Euphorien erlöst,
doch ist’s des Menschen höchste Gabe,
wenn er vor dem Fern sehr döst.

‚Der Mangelintelligenz als Fluch
gilt Moral als neue Währung!‘,
schreibt zitternd ein begabter Eunuch
in die Regierungserklärung.

Grün hat sich das Hirn kastriert,
grau das Haar, nicht schwarz, nicht weiß,
wenn so ein Charakter reflektiert
im Gelben eines Spiegeleis.

Totgeburten nebeln im Dunst,
Lebende zeugen Umweltdreck…
Ähm, ist das schon Kunst,
oder kann das weg?

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Donnerstag, 2. Mai 2019 8:54

Leonardo da Vinci, dessen Todestag sich zum 500. Mal jährt, war Wissenschaftler, Erfinder, Maler, vielleicht sogar Bildhauer. Seine frühe Entdeckung verdankt er der damals sehr populären Theatershow „Italien sucht den Superstar“, wo er nach Galileo Galilei auf Anhieb den zweiten Platz belegte, denn er war schwul, links, farbig, vegan, Autist, Feminist, Hypochonder, und warnte als einer der ersten Wissenschaftler vor einem Atomkrieg und dem Klimawandel; Adolf Hitler hat er leider nicht vorhergesehen. Seine widerlichen Mitmenschen betrachtete er mit Argwohn und zeichnete große, anatomische Schaltpläne dieser „Teufelsbrut“, um sie so besser verstehen zu lernen. Seine zahlreichen Werke und Erfindungen krönte er weitsichtig mit der öffentlichen Präsentation eines elektrischen Eierkochers, obwohl Elektrizität und Sexualität seinerzeit noch gar nicht erfunden worden waren.

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Vom Klimafolgeschaden aus poetologischer Sicht

Mittwoch, 24. April 2019 18:41

Die Hitze macht schwach und benommen,
Halluzinationen sind nicht einerlei:
„Ich sehe eine große Dürre kommen!“
„Will nach Hause, die geht vorbei!“

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Dienstag, 23. April 2019 9:45

Das gleichzeitige Aufkommen von Political Correctness, der Globalisierung, des Internets, der Ökokultur und die Gefahr eines angeblichen Klimawandels lässt vom psychologischen Stand nur die die Schlussfolgerung zu, dass es tatsächlich eine weltweite Verschwörung gibt, bei der sich politische Personen zu dem Zwecke verabredet haben, endlich mal öffentlich über die ihre Hitzewallungen zu sprechen. Manchmal kommt sie von außen, oft jedoch aus dem Inneren des Körpers, als gäbe es da eine Art Algorithmus der Künstlichen Intelligenz, dem man einfach nicht Herr wird.

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Über eine verdorbene Generation aus poetologischer Sicht

Samstag, 20. April 2019 22:00

Wie tut der Millenial ticken?
Er ist sanft, gebildet und doch schlicht,
und er kann nicht ehrlich ficken,
auch aufrecht reden tut er nicht!

Sie wartet elend nun auf’s Lochen,
denn ohne Sex kein Glück, wie öd!
Kann nicht bügeln, zocken, kochen,
ist selbst zum Suizid zu blöd!

Ureig’nen Gefühlen sind sie Diebe,
man könnte sie auf Blättern betten,
doch Verganem fehlt das Fleisch der Liebe,
auch deshalb sind sie nicht zu retten.

Sie unterscheiden zwischen Gut und Böse,
bereiten Straßen für die Kinder vor,
verbieten Meinung mit Getöse,
ihr Eigensinn schießt Eigentor.

Und dann sind sie so verletzlich!
Harte Fakten sitzen zwischen Stühlen,
Realität ist einfach zu entsetzlich:
Vertraue immer den Gefühlen!

So geht Sinn des Lebens in die Hose,
mehr schüchtern Elend sah man nie:
Je bürgerlicher die Neurose,
desto freudianer ist die Therapie!

Trotz Pflanzensex im Biozimmer,
Geist und Intellekt sind tot!
Und das alles ist viel schlimmer,
als Religions- und Tribalismusnot.

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Nicht-Hilfreiches aus poetologischer Sicht

Sonntag, 14. April 2019 20:57

Wer wir sein könnten, stets bereit,
das schrieb uns Robert Wortemaler:
Sprache schafft die Wirklichkeit!
(Nicht ganz, Vögeln ist realer …)

Die Poetik des demokratischen Sprechens,
auch und gerade in Politik,
ist Ausdruck libidonösen Erbrechens,
sie stört nur beim geldgeilen Fick.

Da hilft nun mal keine Ästhetik,
die unser Klima-Bienchen rockt,
Öko-Gewinne nur steigen stetig,
die Bürger werden abgezockt.

Der Populismus ist die Demokratie
des Volkes, ein Souverän,
doch das versteh’n Grüne nie,
weil’s alle als Dorftrottel seh’n.

Nun wendet sich das beschrieben Blatt,
statt Geschwafel gibt es Klarheit:
Wer zuviel Angst vor sich selber hat,
erschafft sich objektive Wahrheit.

Zu schwach ist dies norddeutsche Licht,
nur blassgelb der Intellekt eitert:
Ein wahrer Schriftsteller schreibt so was nicht,
sei denn, er ist schon gescheitert.

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Vom Klimapunk aus poetologischer Sicht

Dienstag, 2. April 2019 8:08

Hallo Frühling, Du blöde Sau!
Erst bist Du hell, dann schreist im Dunkeln,
heiß, bitterkalt, danach lau,
selbst die Hormone muss man schunkeln!

Wie Du schon aussiehst mit Deine Wolken:
Das Hoch Gerlinde, ein Tief heißt Kurt,
zu recht wirst Du von allen gescholten,
als Jahreszeit bist eine Missgeburt!

Wie sagte das Greta doch so schön?
Ich will, dass Ihr wütend werdet!
Kann man noch hoffen, dass ein glutheißer Föhn
den ganzen Schwachsinn erdet?

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Das Leben, über die Schulter betrachtet…

Dienstag, 5. März 2019 20:49

Immerhin hat die Framing-Studie dieser orwellschen Berkeley-Tussi beim Zuschauer bewirkt, dass er jetzt wieder Mitleid mit den Gestalten hat, die Abend für Abend ihr Gesicht in diese Kamera halten müssen. Wir warten gespannt auf den nächsten Tatort, in dessen erster Szene der Kommissar auf dem grauen Innenhof einer öffentlich-rechtlichen Anstalt wortlos zehn Rundfunkräte erschießt, damit sich in den restlichen 80 Minuten das zensierte Drehbuch doch noch zu voller Pracht entfalten kann.

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Von der religiösen Botschaft aus poetologischer Sicht

Montag, 18. Februar 2019 12:48

Und obwohl ich auf ihn wettete,
sagte ich ihm, auch wenn es schmerzte:
Es war nicht Gott, der mich rettete,
es waren die Ärzte!

Da wandte er ab den Kopf und sprach:
So dreist wurd‘ ich noch nie beschimpft,
dennoch immer Lanze für die Wahrheit brach…
Ich bin jetzt auch geimpft!

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Von der Plagiatskunst aus poetologischer Sicht

Sonntag, 10. Februar 2019 16:37

SIE BEMUTTERN SIE
EREIFERN SIE BENEIDEN

SIE WIRD ÄHM ER WARD GROSS
ODER NICHT GESCHRIEBEN ODER SO

STEHEN SIE VOR BIENEN
IN IHRER RACHE

WÜNSCHEN SIE IHNEN
BON CASSE GOOD FUCK

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Von der Fauna aus poetologischer Sicht

Donnerstag, 7. Februar 2019 23:36

Ein Hase hoppelt über’s Feld,
da tut sein Geist tief schürfen:
Gott, es ist zwar nicht die große Welt,
doch wird man ja noch hoppeln dürfen!

Das Wildschwein gibt sich daher rauh,
auch sein Gehirn gibt keine Ruh:
Zwar bin ich nur eine alte Sau,
doch immerhin stehe ich dazu!

Das Pferd übt zuerst das Kniehern,
und tut sich weiter nicht drum scher’n:
Schließlich will man nicht nur Wiehern,
sondern auch Warumhern!

Auch der Hamster findet sich ganz toll,
dreht zärtlich an seiner golden Uhr:
Klar nehm‘ ich die Backen voll,
das ist nun mal meine Natur!

Die Moral ist ohne Schmerz,
beachtet man die Weisheit fein:
Quäle nie ein Tier zum Scherz,
denn es könnt‘ geladen sein!

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Vom philosophischen Grundriss aus poetologischer Sicht

Samstag, 26. Januar 2019 11:41

Das Leben ist kein Zuckerschlecken,
dafür hat’s zu viele Ecken,
mitunter tut’s mit Glück erschrecken,
doch am Ende müssen wir verrecken.

Dieser Tod dagegen einfach döst
bis das Leben wird am Größt‘,
dann er auf schlechte Taten stößt,
und so nicht weiß, ob man erlöst.

Wenn Tod und Leben tuen hudeln,
und dialektisch sich vernudeln,
beginnt das Schicksal stark zu bluteln,
da muss man sich dann sputeln!

Dies Gedicht fängt an zu schleimen
mit den Händen und den Beinen,
life by children and by man,
doch am Ende muss sich’s reimen!

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